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Ökumen. Gottesdienst für Frauen

Ökumen. Gottesdienst für Frauen
Ökumen. Gottesdienst für Frauen
© C.Sauerborn-Meiwes

Wozu diese Verschwendung? Voller Mut verschwenderisch!

Zum alljährlichen Ökumenischen Gottesdienst von Frauen für Frauen kamen etwa 30 Frauen aus den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zusammen. Die Geschichte von der Salbung Jesu in Bethanien nach dem Markus-Evangelium (MK 14,3-9) stand im Mittelpunkt dieses etwas anderen Gottesdienstes. Ausgehend von diesen Versen lud das ökumenische Vorbereitungsteam ein, sich an vier Stationen/flying tables mit dem Thema Mut und Verschwendung zu beschäftigen. Gehörte doch für die Frau eine ganz gehörige Portion Mut dazu, ins Haus des Simons zu treten, in eine Männergesellschaft zu treten, auf Jesus zuzugehen und ihn vor aller Augen zu salben. Die Kritik folgte auf den Fuß. So empfanden die Männer es als eine Verschwendung, das teure Nardenöl über Jesus zu gießen, man hätte es doch verkaufen und das Geld den Armen geben können….

Jesus aber spricht deutliche Worte und verteidigt die Frau. Diese nämlich erweist Jesus ihre Zugewandtheit und hatte längst begriffen, dass Jesus nicht mehr lange unter ihnen allen weilen würde. Nach Jesu Worten salbte sie seinen Leib für das Begräbnis und er spricht folgende Worte: „ Amen, ich sage euch: Auf der ganzen Welt, wo das Evangelium verkündet wird, wird man erzählen, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis.“ (Mk.4,9)

An den verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Frauen mit folgenden Fragen. Dazu einige Antworten, die fielen:

Wie mutig bin ich im Miteinander?

In vertrauter Umgebung bin ich etwas mutiger.

Um Mut zu zeigen, brauche ich Vertrauen. Sonst halte ich mich zurück.

Wie verschwenderisch bin ich mit meiner Freude, Liebe und Zuneigung?

Ich bin von Gott geliebt und deshalb kann ich Liebe weitergeben.

Ich kann nur Freude geben, wenn ich Freude und Fröhlichkeit in mir habe.

Wie offen bin ich für Unerwartetes?

Ich bin kritisch, habe Angst vor Neuem. Was wird kommen? Dann überlege ich, was bringt das Unerwartete, bietet es eine Chance?

Eine offene Einstellung und ein empfängliches Herz erleichtern den Umgang mit einer unerwarteten Situation und führen zu neuen Perspektiven und Möglichkeiten.

Was macht mir Mut, über meinen Glauben zu sprechen, mich für meinen Glauben einzusetzen?

Sobald ich mich „oute“, merke ich, dass ich nicht alleine bin mit meinem Glauben.

Ich brauche mehr Mut, über Kirche zu reden als über meinen Glauben.

Müssen wir uns verstecken? Ich ziehe doch Kraft aus meinem Glauben!

Mein Glaube macht mich mutig. Wovon mein Herz voll ist -  läuft der Mund über.

Der Austausch an den Tischen zeigte deutlich, wie sehr uns Frauen diese Fragen im Alltag, im Glauben, in den Begegnungen unterschiedlichster Art beschäftigen. Lieder, Instrumentalmusik und frei gestaltete Fürbitten, die im Vaterunser mündeten, bildeten dann wie immer den Abschluss.

Ein großes Dankeschön an das Gitarren-Ensemble der Musikschule Idsteins unter der Leitung von Frau Sigrun Krafft.

Für die Notfallseelsorge im Rheingau-Taunus kam eine großzügige Spende zusammen.

Herzlichen Dank allen Spenderinnen!

C. Sauerborn-Meiwes