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Pfarrbrief

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Liebe Leserinnen, liebe Leser!

„Darstellung des Herrn“ - volkstümlich auch „Mariä Lichtmess“ genannt - lautet der Name des Festes, das am Beginn des Monats Februar steht und mit dem bis zur Reform des Liturgischen Kalenders die Weihnachtszeit
endete.

40 Tage nach der Geburt eines Sohnes hatte die Mutter nach dem Gesetz des Mose im Tempel in Jerusalem das Reinigungsopfer darzubringen. Außerdem wurde der erstgeborene Sohn als Gottes Eigentum dem Tempel symbolisch übergeben („dargestellt“).

So macht sich Maria mit Josef und ihrem Sohn auf den Weg nach Jerusalem, um ihre religiöse Pflicht zu erfüllen. Dabei kommt es zu einer ergreifenden Szene: zwei alte Menschen - Simeon und Hanna - leben im Umfeld des Tempels. Sie sind arm, tieffromm und haben nichts mehr zu erwarten bis auf das Kommen des Messias. Dieses Warten hat aber nun ein Ende. Simeon und Hanna sind die ersten Einwohner Jerusalems, die im gerade vierzig Tage alten Kind den Messias erkennen. Und Simeon formuliert die Worte, die als „Nunc dimittis“ in die Liturgie eingegangen sind:

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. (Lk 2,29ff.)

Sie erkennen im kleinen Jesus den großen Gott und bekennen sich auch dazu. Sie haben nicht vergebens gewartet, sondern erblicken in ihm das Licht der Welt. Von Weihnachten her kommend soll dieses Licht das ganze Jahr, unser ganzes Leben hindurch leuchten - und darüber hinaus. Dass nicht nur wir die Erkenntnis des Simeon und der Hanna teilen, sondern möglichst
viele Menschen - auch in unserer Zeit.

Ihr Pfarrer Kirsten Brast

 

Hier finden Sie unseren aktuellen Pfarrbrief als Download, die Gottesdienstordnung und auch den Link zu unseren Kindergottesdiensten.