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Sonntagsgottesdienste

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Sie möchten wie beim Besuch des Gottesdienstes einen Betrag in das Kollektenkörbchen spenden? Sie können aber zur Zeit diesen nicht besuchen! Gerne können Sie diesen Betrag auf das unten angegebene Konto der Pfarrgemeinde St. Martin Idsteiner Land überweisen.

Alle Kollekten gehen überlicherweise an die Pfarrgemeinde und werden für die pastorale Arbeit in der Pfarrei verwendet, z.B. für Kinder, Jugendliche, Senioren, usw.  An ausgewählten Sonntagen (zu denen auch die jeweilige Vorabendmesse samstags zählt) wird die Kollekte für einen bestimmten Zweck gesammelt, eine Übersicht derer finden Sie weiter unten. Bitte geben Sie deshalb unter Verwendungszweck das Datum des Sonntags, für den Sie einen Beitrag spenden wollen mit an!

Sie benötigen eine Spendenquittung? Geben Sie Ihren Namen und Ihre vollständige Anschrift im Verwendungszweck mit an. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Zentrale Pfarrbüro unter 06126 95373-00 oder per Mail.

Natürlich ist es auch möglich anonym zu Spenden.

Vielen Dank!

16. Januar 2022 - Für Ehe- und Familienarbeit im Bistum

6. Februar 2022 - Für die Werke der CARITAS 1

3. April 2022  -   Für MISEREOR

8. April 2022 - Jugendkreuzweg: Für die Jugendarbeit in Osteuropa (s. Rücks. A.10.)

10. April 2022 - Für das Heilige Land

22. Mai 2022 - Kollekte für den Katholikentag

5. Juni 2022 - Für RENOVABIS

12. Juni 2022 -  Für die Jugendarbeit in der Pfarrei

3. Juli 2022 - Für die Aufgaben des Papstes in der Weltkirche

4. September 2022 - Für Kommunikationsmittel

11. September 2022 -  Für weltkirchliche Projekte des Bistums

18. September 2022 - Für die Werke der CARITAS II

23. Oktober 2022 - MISSIO-Kollekte (Weltmissionssonntag)

2. November 2022 - Für die Priesterausbildung in Osteuropa

20. November 2022 - Für die Aufgaben der Diaspora

24./25. Dez. 2022 - Für ADVENIAT

Katholische Kirchengemeinde St. Martin Idsteiner Land

Nassauische Sparkasse Idstein

IBAN: DE37 5105 0015 0352 0178 41

Verwendungszweck: Kollekte und Datum

Evangelium und Predigt zum 2. Sonntag im Jahreskreis 16.1.2022

Evangelium Joh 2, 1–11:

So tat Jesus sein erstes Zeichen – in Kana in Galiläa

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt
und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungssitte der Juden entsprach;
jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist! Sie brachten es ihm. Dieser kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt. So tat Jesus sein erstes Zeichen,
in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.  Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Liebe Schwestern und Brüder!

Vor vielen Jahren war ich am Ende meines Theologiestudiums Praktikant in einer Pfarrei und sollte bei einem Werktagsgottesdienst eine Einführung halten. Routine. Wie aus dem Studium gewohnt, legte ich mir bloß ein paar Gedanken zurecht und trat ohne Zettel an den Ambo. Doch dann plötzlich riss der Faden. Ich hatte keine Ahnung mehr, was ich sagen wollte und versuchte verzweifelt, den Faden wiederzufinden. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich meine Worte wiederfand. Wie peinlich!

Wohl jeder von uns wird sich schon – wahrscheinlich nicht nur einmal – in seinem Leben blamiert haben und sich vermutlich auch noch an so manche Blamage erinnern. So eine Blamage kann wirklich sehr unangenehm, ja schmerzhaft sein. Wir können um unseren Ruf fürchten oder gar das Gesicht verlieren. Aber andererseits werden wir wohl auch denken: „da gibt es weiß Gott Schlimmeres.“ Wohl wahr!

Um eine drohende Blamage geht es jedenfalls im heutigen Evangelium. Wir sind auf der berühmten Hochzeit zu Kana. Das Brautpaar selbst wird uns nicht näher vorgestellt. Im Gegenteil. Die Braut taucht gar nicht auf, der Bräutigam bloß als stummer Statist am Rande. Aber die beiden haben offensichtlich geheiratet und feiern nun – wie könnte es angesichts eines der bedeutendsten Ereignisse im ganzen Leben anders sein? – ein großes Fest. Viele Gäste sind da und Gastfreundschaft ist allemal im Orient eine Frage der Ehre. Wenn man da seinen Gästen keinen Wein mehr vorsetzen kann, dann ist das eine große Blamage, ja ein regelrechter Gesichtsverlust. Da wollten welche und waren doch zu geizig. Das kann unangenehme Folgen haben. Und so brauchen sie also Jesus, der auf die Bitten seiner Mutter mit seinem Weinwunder diese Blamage verhindert.

Es ist interessant, dass diese Hochzeit zu Kana eines der berühmtesten Wunder Jesu ist, obwohl es doch „nur“ um das Verhindern einer Blamage geht. Nicht um Krankheiten zu heilen und Leben zu retten, wie in den meisten anderen Wunder. Nur das Ansehen dieser beiden Eheleute geht es. Soviel weniger als sonst. Was ist also an dieser Geschichte so besonders?

Zunächst einmal ist das Weinwunder in Kana das erste Wunder, das Jesus in der Öffentlichkeit vollbringt. Zum ersten Mal gibt er sich darin als der zu erkennen, der er ist: der Messias. Der Sohn Gottes ist in der Welt und wirkt in ihr. Und er macht aus Wasser Wein. Wein ist in der jüdischen Tradition Zeichen der göttlichen Gnade. Die Heilszeit ist mit Jesus angebrochen und das nicht irgendwie. Die Hochzeitsgäste können sie förmlich schmecken. „Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt.“ Es ist der gute Wein, der in großen Mengen vorhanden ist. Gibt es ein schöneres Bild für die uferlose göttliche Gnade?

Wenn Jesus hier sein erstes Wunder tut, dann beginnt auch hier der Weg, der bis an das Kreuz und an das leere Grab am Ostermorgen führt – zum größten Wunder, dass Jesus vollbringt. Im Grunde ist der Weg, den Jesus hier beginnt, ein Weg, der bergauf geht bis nach Golgota. Er vollbringt immer größere Wunder. Nachdem er eine Blamage verhindert, heilt er Kranke, treibt Dämonen aus, entreißt seinen Freund Lazarus dem Tod – und besiegt den Tod dann endgültig. Man könnte sagen, dass Jesus sich von Wunder zu Wunder immer mehr steigert und sich immer ein wenig mehr zu erkennen gibt. Seine Mutter Maria steht dafür, kommt sie doch im Johannesevangelium nur zweimal vor: hier beim ersten Zeichen und dann unter dem Kreuz: dem letzten und größten aller Wunder.

Und zuletzt: wenn lebendiger Glaube lebendige Beziehung zu Christus ist, dann ist er auch nicht bloß exklusiv für die existenziellen Fragen unseres Lebens. Norbert Blüm hat einmal das Bonmot geprägt: „In einem abstürzenden Flugzeug gibt es keine Atheisten“. In solchen Situationen beginnt manch einer wieder das Beten. Aber Christus will nicht auf Abruf stehen für die Situationen, in denen es um alles geht – und ansonsten nicht weiter stören. Im Gegenteil: er gehört in das ganze Leben. Auch in die vielen kleinen Freuden und Sorgen. Und er ist der Sohn Gottes, der auch jene kleinen Freuden und Sorgen sieht. Und uns auch darin beisteht. Auch in den Blamagen unseres Lebens.

Amen.

 

 

Gottesdiensthefte zum Sonntag im Jahreskreis

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