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Sonntagsgottesdienste

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Sie möchten wie beim Besuch des Gottesdienstes einen Betrag in das Kollektenkörbchen spenden? Sie können aber zur Zeit diesen nicht besuchen! Gerne können Sie diesen Betrag auf das unten angegebene Konto der Pfarrgemeinde St. Martin Idsteiner Land überweisen.

Alle Kollekten gehen überlicherweise an die Pfarrgemeinde und werden für die pastorale Arbeit in der Pfarrei verwendet, z.B. für Kinder, Jugendliche, Senioren, usw.  An ausgewählten Sonntagen (zu denen auch die jeweilige Vorabendmesse samstags zählt) wird die Kollekte für einen bestimmten Zweck gesammelt, eine Übersicht derer finden Sie weiter unten. Bitte geben Sie deshalb unter Verwendungszweck das Datum des Sonntags, für den Sie einen Beitrag spenden wollen mit an!

Sie benötigen eine Spendenquittung? Geben Sie Ihren Namen und Ihre vollständige Anschrift im Verwendungszweck mit an. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Zentrale Pfarrbüro unter 06126 95373-00 oder per Mail.

Natürlich ist es auch möglich anonym zu Spenden.

Vielen Dank!

24.10.2021 - MISSIO-Kollekte (Weltmissionssonntag)

  2.11.2021 - Für die Priesterausbildung in Osteuropa

21.11.2021 - Für die Aufgaben der Diaspora

24. und 25.12.2021 - Für ADVENIAT

Katholische Kirchengemeinde St. Martin Idsteiner Land

Nassauische Sparkasse Idstein

IBAN: DE37 5105 0015 0352 0178 41

Verwendungszweck: Kollekte und Datum

Evangelium und Predigt zum 1. Adventssonntag 28. November 2021

  

Evangelium Lk 21, 25–28.34–36:

Eure Erlösung ist nahe

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.
Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen
und vor den Menschensohn hintreten könnt!

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

 

Predigt von Pfarrer Kirsten Brast:

Liebe Schwestern und Brüder!

„Liebe“ ist ein großes Wort. Wie oft ist es zu hören, wenn es um unseren Glauben geht! So auch heute in der Lesung aus dem ersten Thessalonicherbrief, in dem der heilige Paulus schreibt: „Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit eure Herzen gestärkt werden und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, bei der Ankunft Jesu, unseres Herrn, mit allen seinen Heiligen.“

Schöne, frohmachende Worte sind das – und wie wunderbar passen sie in diese nicht minder wunderbare Zeit, die mit dem heutigen Tag ihren Anfang nimmt: in den Advent. In jene Zeit also, in der wir uns auf das Kommen Christi vorbereiten. Wie könnten wir uns besser auf den Herrn vorbereitet sein, als wenn Gott – wie der Apostel sagt – uns wachsen und reich werden lässt in der Liebe zueinander und zu allen? Gerade die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit ist ja eben jene Zeit, in der wir das besonders erleben können, Jahr für Jahr. Dass – bei allem stets beklagten vorweihnachtlichen Trubel – wir doch ein stärkeres Bedürfnis nach Frieden in uns verspüren, nach Harmonie mit anderen Menschen, nach Liebe.

Gilt das aber auch für den Advent 2021? Im Grunde sicherlich ja, aber vieles ist in diesem Jahr auch anders. Nicht nur, dass die Pandemie mit großer Wucht zurückgekommen ist und mehr Menschen als zuvor mit Krankheit oder gar Tod trifft. Sie unser Leben wieder arg beeinträchtigt, die vorweihnachtliche Freude trübt und viele Menschen ängstigt. Nein, wir erleben auch vielfach mit ihr kommend einen sehr besorgniserregenden Zustand in unserer Gesellschaft – und auch in unserer Kirche. Er lässt sich am ehesten mit dem Wort „Spaltung“ umschreiben. Verschiedene Lager haben sich gebildet, und manche bekämpfen sich regelrecht gegenseitig. Impfbefürworter gegen Impfgegner. Menschen, die strengere Maßnahmen zum Schutz fordern gegen Menschen, die mehr Freiheit für sich beanspruchen. Da werden viele falsche Behauptungen in den Raum gestellt, Beschimpfungen und Beleidigungen inflationär gebraucht, sogar physische Gewalt ist für manche kein Tabu. Und manche Menschen, die wir doch sonst also so friedlich und besonnen erlebt haben, erkennen wir nicht wieder.

Doch zurück zu Paulus: Wir mögen in der Liebe zueinander und zu allen wachsen und reich werden, sagt er. Das klingt schön. Aber wie? Wie immer beginnt die Antwort darauf bei Jesus selbst. Jesus liebt die Menschen. Er sieht in jedem von ihnen ein Geschöpf seines Vaters. Er sieht in jedem einzelnen Menschen ein Wesen, das von Gott ausdrücklich gewollt ist. Wohlgemerkt: in jedem Menschen. Nicht nur in denen, die an seinen Lippen hängen und ihm bereitwillig nachfolgen. Sondern auch in seinen – weiß Gott zahlreichen – Feinden. In jenen, die ihn ablehnen, die ihm Fallen stellen und ihm nach dem Leben trachten. Jesus meint es ernst mit seiner Liebe. Er lässt sich von der Niedertracht seiner Feinde nicht anstecken. Er bewahrt seine Würde. Er zahlt nicht mit gleicher Münze heim. Selbst als man ihn verhaftet und ausliefert. Er gibt sich für die Menschen hin, selbst für die, die ihn drangeben.

Jesus lebt Liebe aber nicht nur vor, er macht sie seinen Jüngern auch zum Gebot. Sie ist die Erfüllung des ganzen Gesetzes, wie Paulus sagt. Und Liebe im Sinne Jesu ist eben nicht zuerst eine Sache der großen Gefühle, sondern der Tat. Und sie beginnt da, wo ich den anderen Menschen mit den Augen Jesu sehe: als Geschöpf Gottes, als von Gott gewollt. Und ich mein Handeln ihm gegenüber nicht von seinem Handeln mir gegenüber abhängig mache. Wir wissen als Christen darum, wie schwer das sein kann, aber auch, dass es nicht unmöglich ist. Wie wichtig, wenn wir uns nicht abfinden mit Spaltung und Polarisierung. Wie wichtig, wenn wir Christen, die wir aus der Erfahrung leben, von Gott geliebt und angenommen zu sein etwas weitergeben an Frieden und Verständigung. „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ sagt Jesus in der Bergpredigt (Mt 5,9) Vielleicht gilt das gerade in diesem Jahr und diesem Advent.

Wissen wir auch darum, dass es hier nicht um „einfach gut sein“ oder „allgemeine Menschenliebe“ geht, sondern darum, adventlich zu leben. Bereit zu sein für Christus, der zu uns kommen will. Und bereit zu sein, in dem wir wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen.

Amen.

 

 

Gottesdiensthefte zum Sonntag im Jahreskreis

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