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Unser Sommer

Mitglieder des Jugendausschusses teilen weiterhin ihre Gedanken
Unser Sommer
Unser Sommer
© Peter Ahrend auf Pixabay

Tagebucheintrag 8

Fuß und Hundepfote am Strand
© Emily Hensel

Rechts der Deich, links die Elbe und geradeaus der Fahrradweg: So sah die meiste Zeit meines dreiwöchigen Urlaubs aus. Die Highlands Schottlands wären das eigentliche Ziel gewesen, doch wegen Corona mussten wir umbuchen. Klar, man könnte meinen, dies sei ein Grund trübsinnig zu sein, doch man kann es auch positiv sehen! Es gab vielleicht keine einsamen Meeresbuchten mit türkisfarbenem Wasser, dafür gab es aber die Elbe mit ihren Containerschiffen. Nur wenige Meter entfernt von einem 20Tausend Container – Riesen zu stehen hat auch etwas Besonderes. Kilometerweit durch Obstplantagen Fahrrad fahren und ganz nebenbei die Idylle an der Lühe genießen, das ging im Alten Land auch super! Dieser Urlaub war zwar nicht reich an Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, aber er war erholsam und ich habe ihn sehr genossen. Das Fahrradfahren, die Nähe zum Deich und den Strand habe ich die restlichen drei Wochen meiner Sommerferien vermisst. Die Temperaturen dort waren angenehm lauwarm, optimal für Tagestouren mit dem Fahrrad oder zum Speedminton spielen.

Wieder daheim hieß es dann wegen der Hitze Sommerklamotten auspacken und im kühlen Untergeschoss verstecken. Normalerweise unternahmen wir viel in den Sommerferien, gingen in Städten schoppen, machten Tagesausflüge oder aßen unbeschwert Eis. Das alles ging dieses Jahr nicht. Es hat mir zwar gefehlt, aber so hatte ich auch sehr viel Zeit für Anderes. Ich habe zum Beispiel viel gemalt, Deko aus Styropor und Pailletten gebastelt und genäht, aber auch gelesen oder längere Spaziergänge mit meinem Hund unternommen. Dieser fand es sehr toll, dass wir alle zu Hause und immer um ihn herum waren.

Dementsprechend wenig begeistert war er, als die Schule wieder für mich gestartet hat. Ich dagegen habe mich aber sehr darüber gefreut. Es ist schön, nach über fünf Monaten, in denen ich hauptsächlich zu Hause war und nur über WhatsApp oder Skype Kontakt zu meinen Freunden hatte, mal wieder raus zu kommen und alle wieder persönlich zu sehen. Der Schulalltag ist zwar nicht so wie vor der Corona-Pandemie, aber wenn sich alle an die Bestimmungen und den Hygiene-Plan halten, ist er möglich.

 Insgesamt war dieser Sommer anders, aber trotzdem sehr schön!

 

Emily Hensel

schreibende Hand, Handy
© pixabay

Alltag ist back, nur für wie lange?

Kaum hatten die Sommerferien begonnen, dachten sich alle Schüler Deutschlands: endlich lange 6 Wochen Sommerferien. Fazit nach 6 Wochen: Wären es doch mal 12 Wochen gewesen, dann hätte ich mich richtig erholen können. Ja, auch ich habe tatsächlich bis Sonntag diese Ansicht vertreten;).

Die Schule geht wieder los, der Alltag hat uns wieder. Das klingt im ersten Moment nicht schön, aber es ist für viele, auch für mich, eine enorme Erleichterung. Das Homeschooling war auf Dauer doch anstrengend, die Videokonferenzen, die sich dahinzogen und der Berg an Aufgaben in Emails, die man abarbeiten musste. Ich bin sehr sehr froh, und das sage ich seit langer Zeit wieder zum ersten Mal, wieder in die Schule gehen zu können. Obwohl man es noch nicht Alltag nennen kann. Neue Schule, neuer Schulweg, neue Lehrer, alles neu. Auch die Masken, die man tragen muss, sind schon ein wenig lästig, aber sie sind Vorschrift und sie haben auch ihren Sinn. Trotz alledem, die Schule ist wieder da, und das ist das was zählt.

Ich mach jetzt Schluss, denn morgen früh um 6 geht auch schon wieder der Wecker...

Daniel Tasch

Sonnenbrille im Gras
© Andreas Lischka auf pixabay

Meine Ferien waren sehr schön, ich habe viel gemacht. Trotz der momentanen Lage waren sie sehr abwechslungsreich. Ich habe mich wieder einmal mit ein paar Freunden getroffen, habe mich etwas um die Schule gekümmert, sowie auch um mich selbst.

Wir konnten nicht wirklich in den Urlaub fahren, haben aber meine Familie in Bayern besucht, was sehr schön war. Dort haben wir ein Einiges unternommen, z. Bsp. Bekannte getroffen, mal die Sorgen vergessen und entspannt. In den Ferien habe ich wieder mehr mit meiner Familie unternommen, was ich sehr schön fand, da wir alle nicht immer so viel Zeit haben, wie wir es uns wünschen.

Während der Ferien gehörte es zu meinem Alltag, dass ich lange schlafen konnte, nicht viel machen musste und auch nicht so oft zu Hause war. Das gefiel mir gut, da ich mal wieder mal was anderes gesehen habe.

Zwischendurch habe ich einer Freundin beim Umzug geholfen und somit auch viel Sport gemacht.

Ich konnte meine Zeit sehr gut nutzen und habe sie nicht verschwendet. Gleichzeitig konnte man sich auch mal über manche Sachen klar werden, die zukünftig passieren und auf einen zu kommen können.

Aber worauf ich mich wirklich freue, und was sich unwirklich anhört, ist, dass ich bald wieder in die Schule kann. Ich kann es kaum erwarten wieder einen ordentlichen Tagesablauf zu haben und nicht immer so vor sich hin zu trotten.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass meine Ferien sehr schön gewesen sind. Sie haben mich nicht wirklich dazu gebracht, dass ich nichts zu tun hätte.

 

Milena Schauß

Kerze im Glas
© Kathleen Hohl

Mein Sommer lief bis jetzt ganz gut. Die Sommerferien hatten begonnen und es wurde auch bei uns auf der Arbeit ruhiger. Nach der dritten Ferienwoche hieß es dann für mich auch Urlaub zu haben. Also packte ich am Samstag früh in aller Ruhe meine Sachen und wir fuhren los, nach Bayern, in die Nähe von Bayreuth. Dort verbrachte ich die Woche mit einem Freund und seiner Familie und seinen Neffen. Wir haben Einiges unternommen. Leider wurde ein Neffe von einer Biene gestochen, was dann wiederum nicht so schön war.

Außerdem waren wir einkaufen und haben uns ein wenig neu eingekleidet.

Am Sonntag ging es dann zurück nach Hessen, wo meine Familie schon sehsüchtig auf mich wartete. Erst mal wurden alle begrüßt und der Koffer musste ausgepackt werden. Das verschiebt man gerne auf den nächsten Tag, genauso wie das Wäsche waschen… Das Notwenigste räumt man natürlich aus, wie z.B. Essen, Duschzeug usw… was man halt für den Abend noch gebraucht hat, aber der Rest kann auch warten.

Der erste Arbeitstag für mich war diese Woche Montag wieder. Alle haben einen freundlich begrüßt und über den Urlaub ausgefragt.

Da die Corona-Zahlen jeden Tag wieder steigen, sollte man trotzdem die Regeln, die momentan gelten, nicht vergessen, auch wenn man weg fährt.

Gott ist immer bei uns.

 

Kathleen Hohl

Mitglied des Jugendausschusses St. Martin Idsteiner Land

Kugel Eis im Erdbeerfeld
© pixabay

Mein Sommer?

Mein Sommer ist ein Sommer mit Verlust.

Ich habe keinen Job verloren und auch kein Geld, Gott sei Dank!

Aber … aber trotzdem jede Menge:

Kein Jazzfest. Keine Schola. Kein Ausflug mit den Messdienern und Messdienerinnen in den Freizeitpark. Kein Zeltlager mit Spielen und Musik machen am Lagerfeuer. Kein Mittelaltermarkt mit den vielen bunten Ständen, dem Geruch nach dem leckeren Essen. Die Spannung vor dem Auftritt mit meiner Musikgruppe, der Spaß, der Applaus – findet alles nicht statt.

Und wegen meiner Immunerkrankung muss ich vorsichtig sein, sobald ich aus dem Haus gehe. Egal wann, egal wo  - einfach immer. Das zerrt an den Nerven.

Mein Sommer ist ein Sommer mit Gewinn. Trotzdem.

Die Frage auf welches Fest oder welche Feier ich gehen soll und welche ich dann nicht schaffe und wer das nicht so toll findet stellt sich dieses Jahr nicht.

Ich hatte bereits Zeit mit meiner Tochter Eis essen zu gehen, das schaffen wir sonst irgendwie nie.

Ich habe viel mehr Zeit für meinen Garten, und der freut sich darüber – meine Rosen blühen um die Wette und es gibt so viel Kirschen, Johannisbeeren und Brombeeren, dass sich auch noch Nachbarn und Freunde darüber freuen.

Bücher – Fachliteratur, Romane, Krimis -  die ich schon längst lesen wollte sind endlich aus dem Regal geholt worden. Und dort, wohin ein gutes Buch dich führt, gibt es keine Maskenpflicht.

 

Mein Sommer. Ein Sommer mit Gewinn und Verlust. Aber egal wie er ist und wo ich bin – Gott geht ihn mit mir mit.

Johanna Moos, Gemeindereferentin

Die letzten Tage habe ich mich viel mit meinem anstehenden Umzug und der Koordination der ersten Termine am neuen Einsatzort, der Pfarrei Liebfrauen Westerburg, beschäftigt. Sehr profan eigentlich, aber auch aufregend und stressig. Doch heute liegen meine Gedanken auch bei jener heiligen Frau, der der erste Bau unserer Pfarrkirche in Idstein gewidmet war. Sicher, Martin ist Stadtpatron. Aber die alte katholische Kirche, die auf dem heutigen Pfarrgrundstück einst stand war eine Magdalenenkirche.

Maria Magdalena ist das kirchliche Fest, das mich heute herausfordert. Es beschäftigt sozusagen meinen Tag, weil es ihr Tag ist. Der Tag der Apostolin der Apostel wie sie offiziell heißt.

Die Fragen, die mir dabei durch den Kopf gehen, sind technische, theologische und auch Fragen, was diese Heilige heute zu sagen hat:

Wenn wir heute ein Apostelfest begehen – müssen alle Apostelleuchter in der Kirche entzündet werden wie das bei den anderen Apostelfesten üblich ist? Sehr technisch, aber durchaus nicht unerheblich, da in der Kirche Maria Königin in Niedernhausen die Kerzenhalter an den Wänden sehr hoch hängen und das Anzünden und Löschen dieser Spezialkerzen nicht gerade einfach ist und mitunter zeitraubend sein kann.

Theologisch frage ich mich, ob Maria von Magdala das Urbild der Kirche im Sinne des Johannesevangeliums darstellt: Sie hört auf die Stimme des Hirten.

Das erinnert mich an Jesus vor Pilatus: „Jeder, der in der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Joh 18,37) und dann die weltberühmte Antwort des Statthalters, mit der er sich just in diesem Moment als Mann der Angst und Unwahrheit entlarvt: „Was ist Wahrheit?“

Oder wenn Jesus im Bild vom Guten Hirten spricht: „Meine Schafe hören auf meine Stimme!“ (Joh 10,27).

Und jetzt eben Maria von Magdala im Evangelium des heutigen Festtages:

„Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.“ (Joh 20,16). Sie erkennt ihn offenbar an dem, was er sagt – an der Stimme.

Zugegebenermaßen ist Johannes immer etwas holzschnittartig und die Figuren, die in seinem Evangelium zu Wort kommen, etwas plump. Aber es erleichtert auch, dem Text zu folgen. Maria von Magdala ist das Urbild der Kirche, die die Frohe Botschaft nicht nur für sich behält, sondern sie an die apostolischen Männer weitergibt. Darüberhinaus aber ist sie das „ideale Schaf“, das „in der Wahrheit“ ist.

Das führt mich dazu, was diese Heilige der ersten Generation der heutigen Generation von Christen zu sagen hat. Auf Gottes Stimme zu hören und wachsam sein. Den Herrn suchen und ihn eindringlich suchen. Denn beim ersten Wortwechsel dachte selbst sie noch, dass der Auferstandene der Gärtner sei.

Also: Lieber genau hinhören und zweimal hören statt einmal falsch hören und dann weghören.

Dann ein Gedankenimpuls, vielleicht eher für die Frauen: Als Frau eine Glaubenserfahrung gegenüber 11 teilweise noch stark zweifelnden Männern kundtun, ist sicher nicht leicht. Umgekehrt stelle ich mir das als Mann allemal schwierig vor. Doch Maria wagt es und gewinnt.

Moritz Hendrik Hemsteg
Kaplan

Blick vom Boot auf eine Burg
© Christin Leichtfuß

Sommerferien? Leider noch nicht für mich.

Die Sommerferien haben wir mit unserem zweiten Livestream eingeläutet. „Leichtes Gepäck“ war das Motto, passend zur anstehenden Reisezeit.

Auf eine Reise begebe ich mich erst in der zweiten Ferienhälfte, als Jugendbildungsreferentin steht für mich aktuell Ferienbetreuung auf dem Programm: Kanu fahren, Kletterwald, Geocaching – Action pur.

Und ganz nebenher zieht noch das Schüler*innencafé um. So finde ich mich im Elektrofachhandel wieder, auf der Suche nach der Spülmaschine und dem Kühlschrank, welche eigentlich schon vor Wochen geliefert werden sollte. Aber ein Ende ist zum Glück in Sicht und ich bin schon sehr gespannt, was die Schüler*innen nach den Sommerferien zur neuen Location sagen.

Die Planungen für die Zeit nach der Sommerpause laufen auf Hochtouren. Es werden fleißig Hygienekonzepte für alle Szenarien entwickelt, Veranstaltungen vorbereitet, und die ersten Wochen mit den neuen Freiwilligen vorbereitet.

Ein bisschen Sommerferien gibt es dann allerdings doch, der Feierabend wird am Rheinufer genossen und es steht noch ein kleiner Roadtrip mit den Lieblingskolleg*innen samt Anhängen an. Vier Tage zelten, am Lagerfeuer sitzen und den Alltag hinter sich lassen. Darauf freue ich mich sehr. Anschließend geht es noch an den Chiemsee, Freunde besuchen und Kraft tanken für eine (hoffentlich) ereignisreiche zweite Jahreshälfte in der Jugendkirche.

Christin Leichtfuß, Jugendbildungsreferentin KANA Jugendkirche Wiesbaden

Klausuren, Fragen
© Hannah Montz

Die Sommerferien haben begonnen. Für alle? Nein, das Semester ist noch nicht vorbei und die Klausurenphase ist in vollem Gange.

Während meine Familie also den Urlaub am Mittelmeer bei leckerem Essen genießt, darf ich mich auf meine letzte Klausur vorbereiten. Immerhin habe ich die Reliprüfung schon hinter mir, so dass nur noch Mathe ansteht - wobei das mit Sicherheit relativ ist. Algebra ist für viele Leute wahrscheinlich mehr als nur ein „nur“ Wert, aber es macht Spaß (ob man das jetzt glaubt oder nicht, ist jedem selbst überlassen).

Immerhin ist es nicht mehr so heiß. Ich bin kein Mensch, der sich bei über 25°C noch gut konzentrieren kann. Von daher sind die aktuellen Temperaturen perfekt, um den Klausur-Spicker zu schreiben, das letzte Übungsblatt mit dem Satz vom Fußball zu bearbeiten und gemeinsam mit meiner Lerngruppe die letzten Fragen zu klären (und Kuchen zu essen).

Trotzdem freue ich mich schon, wenn ich dann auch mal frei habe – also im Oktober. Immerhin habe ich noch insgesamt vier Wochen Blockseminar, wovon nur eine Woche schon vor Corona geplant war. Das klingt vielleicht nach etwas Stress, doch Stress gibt es nur, wenn man sich selbst stresst. Von daher gehe ich das ganze entspannt an, dann läuft auch ein arbeitsreicher Sommer ganz gut.

 

Hannah Montz, Jugendsprecherin

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