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Unser Sommer

Mitglieder des Jugendausschusses teilen weiterhin ihre Gedanken
Unser Sommer
Unser Sommer
© Peter Ahrend auf Pixabay

Tagebucheintrag 5

Kerze im Glas
© Kathleen Hohl

Mein Sommer lief bis jetzt ganz gut. Die Sommerferien hatten begonnen und es wurde auch bei uns auf der Arbeit ruhiger. Nach der dritten Ferienwoche hieß es dann für mich auch Urlaub zu haben. Also packte ich am Samstag früh in aller Ruhe meine Sachen und wir fuhren los, nach Bayern, in die Nähe von Bayreuth. Dort verbrachte ich die Woche mit einem Freund und seiner Familie und seinen Neffen. Wir haben Einiges unternommen. Leider wurde ein Neffe von einer Biene gestochen, was dann wiederum nicht so schön war.

Außerdem waren wir einkaufen und haben uns ein wenig neu eingekleidet.

Am Sonntag ging es dann zurück nach Hessen, wo meine Familie schon sehsüchtig auf mich wartete. Erst mal wurden alle begrüßt und der Koffer musste ausgepackt werden. Das verschiebt man gerne auf den nächsten Tag, genauso wie das Wäsche waschen… Das Notwenigste räumt man natürlich aus, wie z.B. Essen, Duschzeug usw… was man halt für den Abend noch gebraucht hat, aber der Rest kann auch warten.

Der erste Arbeitstag für mich war diese Woche Montag wieder. Alle haben einen freundlich begrüßt und über den Urlaub ausgefragt.

Da die Corona-Zahlen jeden Tag wieder steigen, sollte man trotzdem die Regeln, die momentan gelten, nicht vergessen, auch wenn man weg fährt.

Gott ist immer bei uns.

 

Kathleen Hohl

Mitglied des Jugendausschusses St. Martin Idsteiner Land

Kugel Eis im Erdbeerfeld
© pixabay

Mein Sommer?

Mein Sommer ist ein Sommer mit Verlust.

Ich habe keinen Job verloren und auch kein Geld, Gott sei Dank!

Aber … aber trotzdem jede Menge:

Kein Jazzfest. Keine Schola. Kein Ausflug mit den Messdienern und Messdienerinnen in den Freizeitpark. Kein Zeltlager mit Spielen und Musik machen am Lagerfeuer. Kein Mittelaltermarkt mit den vielen bunten Ständen, dem Geruch nach dem leckeren Essen. Die Spannung vor dem Auftritt mit meiner Musikgruppe, der Spaß, der Applaus – findet alles nicht statt.

Und wegen meiner Immunerkrankung muss ich vorsichtig sein, sobald ich aus dem Haus gehe. Egal wann, egal wo  - einfach immer. Das zerrt an den Nerven.

Mein Sommer ist ein Sommer mit Gewinn. Trotzdem.

Die Frage auf welches Fest oder welche Feier ich gehen soll und welche ich dann nicht schaffe und wer das nicht so toll findet stellt sich dieses Jahr nicht.

Ich hatte bereits Zeit mit meiner Tochter Eis essen zu gehen, das schaffen wir sonst irgendwie nie.

Ich habe viel mehr Zeit für meinen Garten, und der freut sich darüber – meine Rosen blühen um die Wette und es gibt so viel Kirschen, Johannisbeeren und Brombeeren, dass sich auch noch Nachbarn und Freunde darüber freuen.

Bücher – Fachliteratur, Romane, Krimis -  die ich schon längst lesen wollte sind endlich aus dem Regal geholt worden. Und dort, wohin ein gutes Buch dich führt, gibt es keine Maskenpflicht.

 

Mein Sommer. Ein Sommer mit Gewinn und Verlust. Aber egal wie er ist und wo ich bin – Gott geht ihn mit mir mit.

Johanna Moos, Gemeindereferentin

Die letzten Tage habe ich mich viel mit meinem anstehenden Umzug und der Koordination der ersten Termine am neuen Einsatzort, der Pfarrei Liebfrauen Westerburg, beschäftigt. Sehr profan eigentlich, aber auch aufregend und stressig. Doch heute liegen meine Gedanken auch bei jener heiligen Frau, der der erste Bau unserer Pfarrkirche in Idstein gewidmet war. Sicher, Martin ist Stadtpatron. Aber die alte katholische Kirche, die auf dem heutigen Pfarrgrundstück einst stand war eine Magdalenenkirche.

Maria Magdalena ist das kirchliche Fest, das mich heute herausfordert. Es beschäftigt sozusagen meinen Tag, weil es ihr Tag ist. Der Tag der Apostolin der Apostel wie sie offiziell heißt.

Die Fragen, die mir dabei durch den Kopf gehen, sind technische, theologische und auch Fragen, was diese Heilige heute zu sagen hat:

Wenn wir heute ein Apostelfest begehen – müssen alle Apostelleuchter in der Kirche entzündet werden wie das bei den anderen Apostelfesten üblich ist? Sehr technisch, aber durchaus nicht unerheblich, da in der Kirche Maria Königin in Niedernhausen die Kerzenhalter an den Wänden sehr hoch hängen und das Anzünden und Löschen dieser Spezialkerzen nicht gerade einfach ist und mitunter zeitraubend sein kann.

Theologisch frage ich mich, ob Maria von Magdala das Urbild der Kirche im Sinne des Johannesevangeliums darstellt: Sie hört auf die Stimme des Hirten.

Das erinnert mich an Jesus vor Pilatus: „Jeder, der in der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Joh 18,37) und dann die weltberühmte Antwort des Statthalters, mit der er sich just in diesem Moment als Mann der Angst und Unwahrheit entlarvt: „Was ist Wahrheit?“

Oder wenn Jesus im Bild vom Guten Hirten spricht: „Meine Schafe hören auf meine Stimme!“ (Joh 10,27).

Und jetzt eben Maria von Magdala im Evangelium des heutigen Festtages:

„Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.“ (Joh 20,16). Sie erkennt ihn offenbar an dem, was er sagt – an der Stimme.

Zugegebenermaßen ist Johannes immer etwas holzschnittartig und die Figuren, die in seinem Evangelium zu Wort kommen, etwas plump. Aber es erleichtert auch, dem Text zu folgen. Maria von Magdala ist das Urbild der Kirche, die die Frohe Botschaft nicht nur für sich behält, sondern sie an die apostolischen Männer weitergibt. Darüberhinaus aber ist sie das „ideale Schaf“, das „in der Wahrheit“ ist.

Das führt mich dazu, was diese Heilige der ersten Generation der heutigen Generation von Christen zu sagen hat. Auf Gottes Stimme zu hören und wachsam sein. Den Herrn suchen und ihn eindringlich suchen. Denn beim ersten Wortwechsel dachte selbst sie noch, dass der Auferstandene der Gärtner sei.

Also: Lieber genau hinhören und zweimal hören statt einmal falsch hören und dann weghören.

Dann ein Gedankenimpuls, vielleicht eher für die Frauen: Als Frau eine Glaubenserfahrung gegenüber 11 teilweise noch stark zweifelnden Männern kundtun, ist sicher nicht leicht. Umgekehrt stelle ich mir das als Mann allemal schwierig vor. Doch Maria wagt es und gewinnt.

Moritz Hendrik Hemsteg
Kaplan

Blick vom Boot auf eine Burg
© Christin Leichtfuß

Sommerferien? Leider noch nicht für mich.

Die Sommerferien haben wir mit unserem zweiten Livestream eingeläutet. „Leichtes Gepäck“ war das Motto, passend zur anstehenden Reisezeit.

Auf eine Reise begebe ich mich erst in der zweiten Ferienhälfte, als Jugendbildungsreferentin steht für mich aktuell Ferienbetreuung auf dem Programm: Kanu fahren, Kletterwald, Geocaching – Action pur.

Und ganz nebenher zieht noch das Schüler*innencafé um. So finde ich mich im Elektrofachhandel wieder, auf der Suche nach der Spülmaschine und dem Kühlschrank, welche eigentlich schon vor Wochen geliefert werden sollte. Aber ein Ende ist zum Glück in Sicht und ich bin schon sehr gespannt, was die Schüler*innen nach den Sommerferien zur neuen Location sagen.

Die Planungen für die Zeit nach der Sommerpause laufen auf Hochtouren. Es werden fleißig Hygienekonzepte für alle Szenarien entwickelt, Veranstaltungen vorbereitet, und die ersten Wochen mit den neuen Freiwilligen vorbereitet.

Ein bisschen Sommerferien gibt es dann allerdings doch, der Feierabend wird am Rheinufer genossen und es steht noch ein kleiner Roadtrip mit den Lieblingskolleg*innen samt Anhängen an. Vier Tage zelten, am Lagerfeuer sitzen und den Alltag hinter sich lassen. Darauf freue ich mich sehr. Anschließend geht es noch an den Chiemsee, Freunde besuchen und Kraft tanken für eine (hoffentlich) ereignisreiche zweite Jahreshälfte in der Jugendkirche.

Christin Leichtfuß, Jugendbildungsreferentin KANA Jugendkirche Wiesbaden

Klausuren, Fragen
© Hannah Montz

Die Sommerferien haben begonnen. Für alle? Nein, das Semester ist noch nicht vorbei und die Klausurenphase ist in vollem Gange.

Während meine Familie also den Urlaub am Mittelmeer bei leckerem Essen genießt, darf ich mich auf meine letzte Klausur vorbereiten. Immerhin habe ich die Reliprüfung schon hinter mir, so dass nur noch Mathe ansteht - wobei das mit Sicherheit relativ ist. Algebra ist für viele Leute wahrscheinlich mehr als nur ein „nur“ Wert, aber es macht Spaß (ob man das jetzt glaubt oder nicht, ist jedem selbst überlassen).

Immerhin ist es nicht mehr so heiß. Ich bin kein Mensch, der sich bei über 25°C noch gut konzentrieren kann. Von daher sind die aktuellen Temperaturen perfekt, um den Klausur-Spicker zu schreiben, das letzte Übungsblatt mit dem Satz vom Fußball zu bearbeiten und gemeinsam mit meiner Lerngruppe die letzten Fragen zu klären (und Kuchen zu essen).

Trotzdem freue ich mich schon, wenn ich dann auch mal frei habe – also im Oktober. Immerhin habe ich noch insgesamt vier Wochen Blockseminar, wovon nur eine Woche schon vor Corona geplant war. Das klingt vielleicht nach etwas Stress, doch Stress gibt es nur, wenn man sich selbst stresst. Von daher gehe ich das ganze entspannt an, dann läuft auch ein arbeitsreicher Sommer ganz gut.

 

Hannah Montz, Jugendsprecherin