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Venezianische Klangpracht in Idstein

Venezianische Klangpracht in Idstein
Venezianische Klangpracht in Idstein

Chor St. Martin, Martinis,
Schola Cantorum Gallensis

Elisabeth Scholl, Lieselotte Fink – Sopran
Christian Rohrbach – Altus
Mirko Ludwig, Fabian Kelly – Tenor
Johannes Hill - Bass

Capella San Marco  auf historischen Instrumenten

Franz Fink - Leitung

Eintrittskarten zu € 28,- / 23,- / 18,-
Ermäßigung um € 10,-
für Kinder, Schüler, Studenten
Telefonischer Vorverkauf: 06126 2660 -
Kartenvorverkauf bei Bürobedarf  Schneider, Limburger Straße 9, Idstein                                    

Marienvesper von Claudio Monteverdi

Vespro della Beata Vergine für Soli, Chor und Instrumente

Als Höhepunkt des kirchenmusikalischen Jahres bringen die Chöre von St. Martin  Idstein am Sonntag, 1. September um 18 Uhr Claudio Monteverdis "Marienvesper“ in der Idsteiner  Martinskirche zur Aufführung.

 Die "Vespro della Beata Vergine“ gehört zu den Schlüsselwerken der musikalischen Zeitenwende um 1600. Sie ist zugleich epochales Meisterwerk und atemberaubendes Musikerlebnis. Ein reich besetztes Orchester mit historischen Instrumenten wie Zinken, Renaissanceposaunen, Dulzian, Lirone, Regal, zwei Chitarronen, zwei Orgeln, Cembalo und Streichern begleitet die sechs Solisten, die Choralschola und die beiden Chöre. Es handelt sich bei diesem monumentalen Werk um eine besonders feierliche Form der Vesper, des Abendgebetes der Kirche. Claudio Monteverdi stellte mit der Druckausgabe die ganze Vielfalt seines Könnens unter Beweis.  Der Druck, welcher gleichzeitig als „Bewerbungsmappe“ dienen sollte, trägt die Widmung an Papst Paul V., datiert auf den 1. September 1610!
Die Psalmvertonungen und das abschließende Magnificat entwickeln monumentale Klangpracht. Hier kombiniert Monteverdi in gewagter Weise die konservative Kompositionsart, die Psalmenmelodie zu vertonen, mit dem hochmodernen konzertanten Stil innerhalb ein und desselben Stücks. 

 Zwischen den Psalmen platziert Monteverdi die Concerti im modernen Stil, welcher sich mit der Erfindung der Oper in dieser Zeit etablierte. Die solistisch auszuführenden, stark emotionalen Gesänge verwenden u.a. Texte aus dem Hohelied der Liebe. Der einleitende Wechselgesang gleicht nahezu der Einleitung zu Monteverdis Oper L`Orfeo. Insgesamt zeigt Monteverdi in diesem Werk die Breite seiner stilistischen Vielfalt und stellt höchste Ansprüche an die Ausführenden. Er verbindet traditionellen Choralgesang, opernhaften Sologesang, virtuose Musizierkunst und spektakuläre bis zu zehnstimmige Doppelchöre.        
Der Chor St. Martin und die Martinis bereiten sich seit Januar auf die Aufführung dieses selten aufgeführten Werkes vor.