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Weltgebetstag 2020

Weltgebetstag 2020
Weltgebetstag 2020
© C.Sauerborn-Meiwes

Alle Gottesdienste finden am Freitag, 6. März 2020 statt.

 

St.Martin, Idstein: 19 Uhr evang. Gemeindehaus Idstein

St.Thomas, Waldems - Bermbach, Esch: 18 Uhr evang. Kirche Heftrich

St.Thomas, Waldems-Steinfischbach, Reichenbach, Reinborn, Wüstems, Niederems: 18.30 Uhr evang. Gemeindehaus Steinfischbach

St.Martha, Engenhahn: 18 Uhr evang. Kirche Niederseelbach

Maria Königin, Niedernhausen und St.Michael, Oberjosbach: 19 Uhr kath. Kirche Oberjosbach

St.Nikolaus von Flüe: 19 Uhr kath. Kirche Wörsdorf

„Steh auf und geh!“ –

Multiplikatorinnen-Treffen zum Weltgebetstag 2020 aus Simbabwe

Am Samstag, 1. Februar trafen sich zur Vorbereitung des Weltgebetstags 34 Frauen aus dem Idsteiner Land, dem Untertaunus und evang. Dekanat Rheingau Untertaunus in St. Martin. Unter Leitung des ökumenischen Teams aus Pel.päd.Astrid Hamm, PR Cornelia Sauerborn-Meiwes, Almuth Blumenroth und PA Marvin Neuroth bekamen die Frauen Informationen und nützliche Hinweise für die Gruppenarbeit vor Ort zur Vorbereitung ihrer Gottesdienste und evtl. weiterer Veranstaltungen, z.B. Landesinformationsabenden. Ein erstes Multiplikatorinnen-Treffen fand am Samstag zuvor in Taunusstein mit 15 Frauen statt.

Simbabwe, das frühere Rhodesien, zwischen Südafrika und Botswana, Sambia, Namibia und Mosambik gelegen, war schon vor 50000 Jahren besiedelt; das Reich Groß-Simbabwe erlebte seine Blütezeit vom 11. bis 15. Jahrhundert. Es ist ein eigentlich fruchtbares und rohstoffreiches Land, das in der Kolonialzeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1980 vom Vereinigten Königreich und seit der Unabhängigkeit von den Eliten ausgebeutet wird. Bei den Bürger*innen des Landes kommt kaum etwas von dem Gewinn an, der durch den Export z.B. von Rindfleisch, Tabak und Bodenschätzen erzielt wird. Nach einer kurzen positiven Phase direkt nach der Unabhängigkeitserklärung sind die Verwirklichung der Menschenrechte und Demokratie, der Bildung, der Nahrungsmittelversorgung und Gesundheitsvorsorge wieder stark eingeschränkt. Die Teile der Gebetsordnung, die sich mit dem täglichen Leben der simbabwischen Frauen beschäftigen, mussten erst durch die Zensur und wurden durch staatl. Stellen genehmigt. Entsprechend vorsichtig zum Teil die Formulierungen.

Im Zentrum der Ordnung steht die Heilungsgeschichte des Kranken am Teich von Bethesda aus dem Johannesevangelium. Mit der Methode des Bibliologs näherte sich eine Gruppe der Multiplikatorinnen diesem Text an und erlebte „hautnah“, was es heißen kann, ausgeschlossen, ja bewegungsunfähig zu sein und nur zu warten, dass Hilfe kommt. Die Frage Jesu: „Willst du gesund werden?“ und die Aufforderung, die „Matte zu nehmen und zu gehen“, wird von den simbabwischen Frauen auch als Aufforderung an alle interpretiert, für das eigene Wohl und das der Angehörigen, Mitmenschen, Mitbürger aufzustehen und so selbst zur dringend notwendigen Veränderung zu werden. 

Eine weitere Multiplikatorinnen-Gruppe beschäftigte sich mit ergänzenden Elementen zur Gottesdienstordnung, z.B. Texten, Anspielen usw., und stellte diese im Anschluss kurz dem Plenum vor. Gemeinsam wurden auch die Lieder der Ordnung geübt. und z.T. mit Bodypercussion begleitet.

Für das leibliche Wohl gab es Sadza, den in Simbabwe allgegenwärtigen Maismehlbrei, einen Gemüse- und einen Fleischeintopf dazu und selbst gebackenen Kuchen als Dessert.

Die Weltgebetstags-Gottesdienste am 6.3.2020 – wie immer am ersten Freitag im März – finden im Idsteiner Land im nebenstehenden Kasten.

Herzliche Einladung an alle Interessierten, sich mit allen Sinnen auf ein neues WGT-Land einzulassen und mit Frauen und Männern rund um den Globus die weltweit größten ökumenische Veranstaltung zu feiern, gemeinsam Gottesdienst zu feiern!

 

Christine Reuß, St. Thomas

© C.Sauerborn-Meiwes
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Bilder vom Multiplikatorinnentreffen