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Wöchentliche Kurzinterviewreihe

Wöchentliche Kurzinterviewreihe
Wöchentliche Kurzinterviewreihe
© Kath. Pfarrei St. Martin Idsteiner Land/C. Sauerborn-Meiwes

Was wünschen Sie sich für die katholische Kirche? Dies ist eine von sieben immer gleichen Fragen, die in den letzten Wochen jedem Mitglied des Pastoralteams der Kirchengemeinde gestellt wurde. Warum? Gerne möchte die Pfarrgemeinde Ihnen das Pastoralteam näher vorstellen. Also die Menschen in der Pfarrei, die Andachten oder Gottesdienste halten, bei Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit, Beerdigung etc. begleiten, also all jene, die uns bei seelsorgerischen Anliegen zur Seite stehen. Vielleicht interessiert es Sie, wer gerade warum in der Pfarrei arbeitet, was sie/ihn bewegt oder vielleicht, welches Buch sie/er weiterempfehlen kann? Von sieben Fragen waren drei fest vorgegeben und zwei konnten aus den restlichen vier ausgesucht werden. So entstehen ganz unterschiedliche und spannende Antworten, die man so vielleicht auch nicht erwartet hätte. In der Serie „5 Fragen an …“ auf unserer Webseite katholisch-idsteinerland.de werden ab Mai jede Woche neue Antworten online gestellt. Lassen Sie sich überraschen!

Diese Woche beantwortet Kaplan Benjamin Rinkart die Fragen:

Im Anschluss an seine Priesterweihe trat Kaplan Benjamin Rinkart im August 2019 seine Stelle in der Pfarrei an. Zu seinen Kernaufgaben gehören die Sakramentenspendung und der Beerdigungsdienst, des Weiteren ist er in die Erstkommunion, die Jugendarbeit und die Messdiener involviert. Sechs Wochenstunden unterrichtet er in der Grundschule Religion und betreut zudem in der Pfarrgemeinde den Katechetischen Kreis und die Marianische Liga. Kaplan Rinkart ist außerdem in der Einzel-Seelsorge tätig.

© C.Sauerborn-Meiwes

1. Sie arbeiten gerne in der Pfarrei St. Martin Idsteiner Land, weil…

... es eine sehr vielseitige Pfarrei ist, viele Menschen sich für die Verkündigung des Evangeliums einsetzen und weil ich glaube, dass der Herrgott mich nicht ohne Grund hierher geschickt hat.

2. Was finden Sie in der katholischen Kirche gut?

Die katholische Kirche ist eine Institution, die weltweit Menschen in ihrem Glauben verbindet. Als Katholik bin ich auf der ganzen Welt zu Hause. Die katholische Kirche ist von Jesus Christus selbst gestiftet und gewollt. Der Heilige Geist ist in der katholischen Kirche sichtbar und gegenwärtig.

3. Was wünschen Sie sich für die katholische Kirche?

Dass die Kirche in der Einheit des Glaubens zusammenbleibt. Dass es besonders in Deutschland zu keinem Schisma kommt.

4. Was ist Ihr Lieblingszitat?

Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen...!

Don Bosco

5. Welches Buch empfehlen Sie weiter?

Die Bibel

Folgende Mitglieder des Seelsorgerteams haben sich schon den 5 Fragen gestellt:

Martina Jüstel ist seit 2006 als Gemeindereferentin für unsere Kirchengemeinde tätig. Zur Zeit ist sie für die Behindertenseelsorge, dieGemeindecaritas, die Sternsingeraktion, die Besuchsdienste zuständig und im Beerdigungsdienst eingebunden. Zudem ist sie hauptamtliches Mitglied des Ortsausschusses St. Martin, Idstein.

© Katholische Pfarrei St. Martin Idsteiner Land

1. Sie arbeiten gerne in der Pfarrei St. Martin Idsteiner Land, weil…

….es eine sehr aktive Pfarrei ist, die mir viele unterschiedliche Tätigkeitsfelder bietet und in der es auch immer Menschen gibt, die bereit sind, etwas Neues auszuprobieren. Die Menschen, mit denen ich zu tun habe, sind sehr nett und es gibt eine große Zahl unter ihnen, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren und Kirche mit zu gestalten.

2. Was finden Sie in der katholischen Kirche gut?

Dass Vielfalt in ihr möglich ist, dass sie viele soziale Einrichtungen (Krankenhäuser, Altenheime, Kitas, Beratungsstellen) finanziert, dass sie eine Liturgie hat, die viele Sinne anspricht und dass in ihr gefeiert wird, dass Jesus uns in Brot und Wein auf eine besondere Weise ganz nahe kommt.

3. Was wünschen Sie sich für die katholische Kirche?

Dass sie einen wirklichen Veränderungsprozess wagt, der Männern und Frauen ermöglicht, ihre Berufung zum Priestertum zu leben und sie gleichberechtigt an Leitungsaufgaben und Entscheidungen beteiligt, dass sie das Zölibat nicht an die Berufung zum Priestertum knüpft und dass sie nie vergisst, dass sie für die Menschen da sein soll und nicht für sich selbst.

4. Was ist Ihr Lieblingszitat?

Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Martin Buber

Alles wirkliche Leben ist Begegnung. Dieses Zitat gefällt mir schon sehr lange, weil es sich mit meiner Erfahrung deckt. Aus wirklichen Begegnung geht man immer reich beschenkt heraus und in wirklichen Begegnungen kann ich oft auch Gott begegnen.

5. Welches Buch empfehlen Sie weiter?

„Zwei  Sichten“ von Mirko Kussin und Sr. Ursula Hertewich

Mit Humor diskutieren zwei sehr unterschiedliche Personen über Themen, die viele von uns bewegen z.B Heimat, Zweifel, Sünde, Glück, Tod , Sex, Freiheit, Sehnsucht nach Glauben, Stress, Sinn des Lebens usw.

Zusätzlich lag Frau Jüstel folgende Frage am Herzen:

Welche Stelle in der Bibel bewegt Sie am meisten?

Matthäus 17, 20

"Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein."

Diese Textstelle bewegt mich immer sehr, wenn ich auf sie stoße, weil sie mir so gnadenlos einen Spiegel vorhält und ich Farbe bekennen muss. Diese Textstelle löst Fragen in meinem Kopf aus, die ich wichtig finde für sich selbst zu beantworten: Wie groß und unerschütterlich ist mein Glaube? Was hilft mir, so zu vertrauen? Was hindert mich?

Das Senfkorn (in Israel), das hier zum Vergleich gewählt wurde, ist viel kleiner als das Senfkorn, das wir in Deutschland kennen. Es ist wie ein winzig kleiner Punkt. Es soll mir Mut machen, auf Gottes Wirken zu vertrauen, auch wenn mir manche Situationen ausweglos erscheinen.

Marvin Neuroth, angehender Pastoralreferent, verstärkt seit September 2019 das Pastoralteam. Im Sommer endet seine zweijährige Pastoralassistenzzeit in unserer Pfarrei, die von Frau Cornelia Sauerborn-Meiwes, als seiner Mentorin begleitet wird. Gemeinsam mit ihr gestaltet er die Andachtsreihe "Gottes Botschaft bewegt", ist in der Firmvorbereitung tätig, engagierte sich in der Erstellung des Schutzkonzeptes sowie den Arbeitskreisen "Ökumene" und "Interreligiöser Dialog". Darüber hinaus leistete er Unterstütztung bei den Sternsingeraktionen und leitete die Martins- und Krippenspiele im Kirchort St. Martin Idstein an.

© C.Sauerborn-Meiwes

1. Sie arbeiten gerne in der Pfarrei St. Martin Idsteiner Land, weil…

Ich unter anderem die Offenheit und die Toleranz der Menschen hier zu schätzen gelernt habe.  Ein ganz besonderes Merkmal hier im Idsteiner Land ist zudem, dass hier sowohl ländlicher als auch städtischer Charakter gut zusammen fließen. Städte in denen es alles gibt, was man zum Leben braucht, gepaart mit einer wunderschönen Landschaft und guter Verbindung zur Autobahn. Darüber hinaus bin ich ein großer Fan der ökumenischen und interreligiösen Arbeit in Idstein.

2. Was finden Sie in der katholischen Kirche gut?

Vieles, vor allem aber, die feierliche Gestalt von Gottesdiensten. Außerdem die Vielfalt an unterschiedlichen liturgischen Feiern, Arten und Möglichkeiten sich im Gebet und in Gemeinschaft mit anderen Gott zu begegnen. Darüber hinaus bewundere ich die caritativen Leistungen, die durch und in der katholischen Kirche erbracht und ermöglicht werden. Leider ist vieles, was die katholische Kirche tolles zu bieten hat durch Corona nur eingeschränkt erfahrbar.

3. Was wünschen Sie sich für die katholische Kirche?

Für die katholische Kirche wünsche ich mir, dass sie neue Wege sucht, entdeckt und dann auch geht, auf denen sie Menschen, die auf der Suche nach Gott sind, begleiten kann und dabei getreu den Worten Jesu fragt: „Was willst du, dass ich dir tue?“ (Lk 18, 41a).

4. Was ist Ihr Lieblingszitat?

„Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Mt 28, 20b

5. Welches Buch empfehlen Sie weiter?

Es gibt so viele Bücher, die ich gerne weiterempfehle. Aus allen Rubriken, ob Fantasy, historische Romane, Lebensratgeber, Biografien bedeutender Persönlichkeiten oder Science-Fiktion. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen klischeehaft, aber ich kann vor allem die Bibel weiterempfehlen, die Geschichte von Gott auf dem Weg mit den Menschen. Sie enthält viele von den oben genannten Rubriken und verliert in vielen Aspekten nie seine Aktualität. Klar tauchen hier und dort ein paar sperrige Begriffe auf, oder es geht um Vorstellungen und Probleme, die wir heute nicht immer ganz nachvollziehen können. Aber es gibt auch viele Geschichten, in denen Menschen unter ganz ähnlichen Problemen und Situationen leiden, wie einige von uns heute. Und viele dieser Geschichten können uns gerade dann einen Hoffnungsschimmer bieten und uns darauf aufmerksam machen, dass es auch in ausweglosen Situationen doch noch ein Licht am Ende des Tunnels gibt.

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